Der Hacker von Mt. Gox gehört zu den reichsten Menschen der Welt

Mt. Gox, einst bekannt als die weltweit führende Bitcoin (BTC)-Börse, erlebte 2014 einen katastrophalen Zusammenbruch, ausgelöst durch einen massiven Hack, der zum Verlust von Hunderttausenden von Bitcoin führte.

Über einen Zeitraum von drei Jahren entwendete der Hacker von Mt. Gox diskret etwa 650.000 BTC von der Kryptobörse. Ein beträchtlicher Teil dieser gestohlenen Bitcoins wurde anschließend angeblich auf BTC-e gewaschen, einer im Juli 2011 von Alexander Vinnik und Aleksandr Bilyuchenko gegründeten Plattform, die beide wegen ihrer Beteiligung an dem Hack verurteilt wurden.

Bemerkenswerterweise gehen forensische Analysen derzeit davon aus, dass der Mt. Gox-Hacker im Besitz von 79.957 BTC ist, was einem Wert von 3,18 Milliarden Dollar entspricht.

Mit diesem Vermögen gehört der Täter laut Forbes Milliardäre zu den 1.000 reichsten Personen der Welt und ist damit vergleichbar mit bekannten Persönlichkeiten wie der Basketball-Legende Michael Jordan.

Der Mt. Gox-Hack

Im Juni 2011 griffen Cyber-Angreifer Mt. Gox an, die von Jed McCaleb gegründete führende Bitcoin-Börse. Interessanterweise war McCaleb später Mitbegründer von Ripple und später von Stellar (XLM).

Die Details des Hacks zeigen, dass der böswillige Akteur eine Schwachstelle im Sicherheitssystem der Börse ausnutzte. Über ein betrügerisches Konto manipulierte der Hacker Kontostände, indem er gestohlene Zugangsdaten von Auden McKernan, einem Mt. Gox-Revisor, verwendete.

Ein wesentlicher Aspekt des Hacks war die Erstellung eines gefälschten Kontos, auf dem Bitcoin zum Verkauf angeboten wurden, was zu einem drastischen Rückgang des Bitcoin-Preises an der Börse führte. Infolgedessen wechselten Bitcoin zu künstlich aufgeblähten Preisen den Besitzer, die bis auf einen Cent pro Bitcoin fielen.

Der Hacker nutzte diese künstlich niedrigen Preise, um Bitcoin zu erwerben und sie anschließend über BTC-e zu waschen. In der Folgezeit kritisierten Sicherheitsexperten Mt. Gox für seine schwachen Sicherheitsprotokolle. Trotz der Kontroverse verpflichtete sich die Börse, ihre Systeme zu verbessern und die betroffenen Nutzer zu entschädigen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Auswirkungen dieses Vorfalls weiterhin einen Schatten auf Bitcoin-Investoren und den breiteren Kryptowährungsmarkt werfen. Die Anleger sind nach wie vor besorgt über einen möglichen Ausverkauf durch den Mt. Gox-Hacker und die daraus resultierende Entschädigung der Opfer und Gläubiger.