Zinshinweis der Fed im März löst Panik am Markt aus – Investor Alert

Die Federal Reserve tagte am 31. Januar und entschied sich dafür, ihr Zinsziel innerhalb einer Spanne von 525-550 Basispunkten (bps), d.h. 5,25-5,50%, beizubehalten. Diese Entscheidung entsprach den allgemeinen Erwartungen und stand im Einklang mit dem Ergebnis der vorangegangenen Sitzung.

Die bemerkenswerte Wendung in der Erzählung kam jedoch durch Jerome Powells Hinweis während der Ankündigung der März-Sitzung, in der er ausdrücklich erklärte, dass eine Zinssenkung unwahrscheinlich sei. Diese unerwartete Enthüllung löste einen deutlichen Abschwung bei den führenden Finanzindikatoren aus und führte zu einem erheblichen Rückzug an verschiedenen Märkten.

So zeigten die Daten von TradingView am 1. Februar, dass Gold, Bitcoin (BTC) und die gesamte Marktkapitalisierung von Kryptowährungen um 0,34 %, 1,10 % bzw. 0,77 % gegenüber dem Dollar fielen.

Gleichzeitig verzeichneten der Dow Jones Industrial Average (US30), der S&P 500 (SPX) und der Nasdaq 100 (NDX) Rückgänge von 0,01%, 1,61% bzw. 1,94%. Diese drei Schlüsselindikatoren für den US-Aktienmarkt deuteten auf panikartige Verkäufe hin, die die Auswirkungen von Powells unerwarteter Erklärung noch verstärkten.

Voraussichtliche Zinssätze für März

Die nächste Sitzung der Federal Reserve am 20. März 2024 ist aufgrund der veränderten Markterwartungen infolge der jüngsten Äußerungen von Powell von besonderer Bedeutung. Bemerkenswerterweise rechneten am 29. Dezember 2023 noch 73,4 % der Zinshändler mit einer Zinssenkung im März, während diese Zahl am 31. Januar auf 52,8 % sank, was eine erhebliche Neuausrichtung des Marktes erforderlich machte.

Gegenwärtig gehen 64,5 % der Marktteilnehmer davon aus, dass das Zinsziel für März unverändert bleibt. Dagegen spekulieren 35,5 % darauf, dass die Fed eine Zinssenkung im Bereich von 500 bis 525 Basispunkten in Erwägung ziehen könnte, was in den folgenden Wochen an allen Märkten für Volatilität sorgen könnte.

Bemerkenswert ist, dass die aggressivere Zinssenkung um 50 Basispunkte in den Markterwartungen nicht mehr berücksichtigt wird, was eine Verschiebung der Wahrscheinlichkeit um 15 % im Vergleich zu den Vorhersagen einen Monat zuvor am 29. Dezember bedeutet.

Finanzriesen sagen erste Zinssenkung im Mai voraus.

Eine bemerkenswerte Entwicklung ist, dass zwei große institutionelle Finanzunternehmen, Goldman Sachs (NYSE: GS) und Barclays (NYSE: BCS), ihre Prognosen für die erste Zinssenkung angepasst haben und diese nun im Mai erwarten. Diese Erkenntnis teilte Evan Gold am 1. Februar auf der Plattform X mit. Darüber hinaus hob Gold die eher pessimistischen Aussichten der Bank of America (NYSE: BAC) hervor, die eine Zinssenkung im Juni prognostiziert. Interessanterweise gingen alle drei Finanzriesen vor der jüngsten Sitzung der Federal Reserve zunächst von einer Zinssenkung im März aus.

Dieses Szenario unterstreicht die den Märkten innewohnende Unsicherheit und Volatilität, insbesondere ihre Anfälligkeit für Änderungen bei den Entscheidungen der Federal Reserve. Daher sollten die Anleger eine vorsichtige Haltung einnehmen und die laufenden Entwicklungen und relevanten Daten genau beobachten, um in Zukunft fundierte Entscheidungen treffen zu können.